Günter Erwin Hanft


Günther Erwin Hanft

Günther Erwin Hanft wurde 1965 in Ochsenhausen geboren. Er hat 4 Geschwister und eine fast erwachsene Tochter. Durch Schule, Ausbildung und Arbeit hat Günter Erwin Hanft viel von unserem Land gesehen. Stationen waren Ehingen/Donau, Tuttlingen, Adelsheim, Freiburg und Ravensburg. Heute lebt Günther Erwin Hanft in Schelklingen.

Er hat eine Ausbildung als Elektroinstallateur und Energieelektroniker.
1996-1997 arbeitete er im Verkauf auf Teneriffa.
Große Erfahrungen brachte ihm sein 1-jähriger Aufenthalt in Neuseeland 2003. In Neuseeland beschäftigte sich Günther Erwin Hanft intensiv mit Fotografie und Landschaftsarchitektur. Er spricht von diesem Jahr in Neuseeland von seinem "Kreativaufenthalt".
Seit seiner Rückkehr nach Deutschland, also seit 2004, arbeitet er intensiv als Künstler. Neben Ausstellungen und Verkauf eigener Bilder, ist Günther Erwin Hanft inzwischen auch dazu übergegangen, für andere bildende Künstler Ausstellungen zu organisieren.
Kürzlich tat er dies für den Namenhaften Künstler Günter Greul.

Kunst hat viele Facetten. Wir kennen Höhlenmalerei, Mosaik, Collagen, Malen mit Öl und Acryl, Aquarell, Glasmalerei, Bildhauerei, Kupferstich, Malen mit Kohle. Es wurden auch schon Fettstücke in die Ecke geworfen.

Wie definiert nun Günther Erwin Hanft seine Kunst?

Er spricht von Digital-Art oder Originalgrafik. Es handelt sich hierbei, so der Künstler, um eine künstlerische Arbeit, die meist auf Papier existiert. Sie ist nicht mit Stift oder Pinsel unmittelbar auf Papier gezeichnet oder gemalt, sondern entsteht am Computer und schließlich im Druck oder mit der Druckerpresse. Die Originalgrafik ist keine fotomechanische Reproduktion, sondern sie ist vom Künstler selbst gestaltet und ausgeführt worden. Kurz, hinter dem Werk steht die Idee des Künstlers.
Jedes der Bilder von Günther Erwin Hanft gibt es nur ein Mal.

Nur noch eine andere, nicht konträre, aber faszinierende Sicht auf diese Art von Kunst.

Herbert W. Franke schrieb im Jahre 1970 einen Beitrag für den Katalog des Kunstvereins München anlässlich der Ausstellung "Impulse der Computerart. Graphik - Plastik - Musik - Film".

Franke sprach von "Computerkunst". Ob er diesen Begriff im Jahre 1970 auch prägte, wissen wir nicht.
Nach Franke ist der Computer ein Hilfsmittel zur Herstellung ästhetischer Ordnung. Um Computerkunstwerke herzustellen, sei eine naturwissenschaftlich orientierte Theorie der Kunst nicht unbedingt Voraussetzung. Der Schlüssel zur Kunst, liege im Bereich der Wahrnehmungs- und Denkphänomene. Die Erklärung der Erscheinung Kunst dürfe auf einer sehr verallgemeinerten Ebene des menschlichen Verhaltens zu suchen sein. Das werde durch die Tatsache belegt, dass der Computer in allen Bereichen der Kunst - von der Musik über Graphik, Plastik, Film bis zur Poesie - brauchbar sei.

Franke führt in seinem Aufsatz wörtlich an:

"Der Öffentlichkeit präsentiert sich die Computerkunst aber nicht als wissenschaftliche Arbeitsmethode, sondern als Bereich ästethischer Gestaltung. Mitunter sogar unter dem Anspruch der Anerkennung als Kunst. Obwohl diese Frage im skizzierten Rahmen sekundär ist, sind der Kontakt zur Außenwelt, die Konfrontation mit der Kritik, die dadurch entstehende Konkurrenzsituation der Computerkunst zweifellos förderlich. Sie wird gezwungen, sich der Diskussion zu stellen, sie muss trachten, Objekte zu bieten, die den Vergleich mit anerkannten Werken nicht zu scheuen haben".
Die Computerkunst trage die Potenz in sich, die Kluft zwischen Künstlern und Publikum zu überbrücken.
Schlussendlich resümiert Franke:
"Versteht man Kunst nicht als historisches Phänomen, sondern als lebendigen Entwicklungsprozess, dann kann diese Entwicklung durch die Technik in ganz neue Räume geführt werden.
Die Computerkunst ist sicher mehr als eine vorübergehende Modeerscheinung. Vielleicht ist sie sogar entscheidend für die Kunst des nächsten Jahrtausends".

Die Einschätzung der Arbeiten von Günther Erwin Hanft ist dagegen einfacher.

Die Bilder sind sehr gut und schön. In ihnen steckt viel Inbrunst, Liebe, Lust und Freunde.